Dekanatssynode diskutiert neue EKD-Denkschrift zu Krieg und Frieden
Das Schwerpunkthtema der dekanatlichen Frühjahrssynode war kein einfaches: Unter der Überschrift "Krieg und Frieden" beschäftigten sich die 80 Delegierten im Gemeindezentrum in Kornburg mit der im Herbst 2025 veröffentlichten neuen EKD-Friedensdenkschrift „Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick. Evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen“.
Kriege in der Ukraine, im Iran, im Nahen Osten und in vielen anderen Ländern – die Welt scheint in Unordnung geraten. Rekrutierungsbemühungen der Bundeswehr und die Diskussion um eine Wehrpflicht machen Fragen von Krieg und Frieden höchstpersönlich. Zugleich treten Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen neu ins gesellschaftliche Blickfeld und erschweren Polarisierungen in Gesellschaft und Politik die Lösung von Problemen. Hat das Leitbild des „Gerechten Friedens“ in dieser Situation ausgedient? Nein, sagt die EKD in ihrer Denkschrift. Sie möchte mit ihrer differenzierten Argumentation zu einer „Schärfung friedensethischer Urteilsfähigkeit“ beitragen.
Das Präsidium der Synode, bestehend aus Dekan Volker Klemm und den ehrenamtlichen Präsidenten Isolde Böttger (Eckersmühlen) und Uwe Renner (Hilpoltstein), konnte zu diesem komplexen Thema als fachkundigen Referenten Pfarrer Martin Tontsch von der Arbeitsstelle kokon für Konstruktive Konfliktbearbeitung gewinnen, der auch Co-Vorsitzender der Friedenswerkstatt der EKD ist. Tontsch führte zunächst in zentrale Gedanken der Friedensdenkschrift ein und stellte dann Handlungsimpulse für die kirchliche Praxis vor, über die sich die Delegierten in intensiven Gesprächen austauschten.
Im anschließenden Geschäftsteil der Synodensitzung berichteten Pfarrerin Cornelia Meinhard (Georgensgmünd) und Kirchenvorsteherin Ingrid Ittner-Wolkersdorfer (Schwabach), die das Dekanat in der Landessynode vertreten, über ihre Eindrücken von der zuvor stattgefundenen konstituierenden Sitzung der Landessynode und den Herausforderungen, die die derzeitigen landeskirchlichen Transformationsprozesse auf allen Ebenenen (Landeskirche - Dekanate - Kirchengemeinden, Werke und Einrichtungen) mit sich bringen.
Zur Dekanatssynode erschien ein Pressebericht von Journalistin Stefanie Graff, Vertrauensfrau im Kirchenvorstand in Roth und Delegierte der Dekanatssynode:
Mehr Details zur EKD-Friedensdenkschrift 2025 finden Sie hier.