Am Buß- und Bettag endete die Ökumenische Friedensdekade

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Mit einem festlichen Gottesdienst zum Buß- und Bettag in der Schwabacher Stadtkirche und einer ökumenischen Andacht am Abend ging am Mittwoch die zehntägige „Ökumenische Friedensdekade“ zu Ende. Unter der Überschrift „Grenzerfahrung“ hatten sich Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen zunächst mit der Situation von Flüchtlingen auseinandergesetzt. Unter dem Eindruck der Pariser Anschläge vom 13. November rückte das Thema „Frieden“ selbst in den Mittelpunkt der Andachten und Gespräche.

Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werks Bayern, wandte sich in seiner Predigt im Gottesdienst gegen eine „weichgezeichnete“ Gottesvorstellung. Gott „erwarte von den Menschen, dass sie Frucht bringen, Liebe und Gerechtigkeit üben“ Wer diesen Erwartungen nicht gerecht werden könne, neige dazu, sie gegen sich zu wenden und zum Fanatiker zu werden. Dabei begegne uns Gott immer auch mit Geduld, erklärte er im Blick auf das biblische Gleichnis vom Feigenbaum, der keine Frucht trägt, und doch von seinem Gärtner gepflegt und gehegt wird. Zusammen mit Dekan Klaus Stiegler feierte Bammessel das Abendmahl mit der am Mittwochmorgen zahlreich erschienenen Gemeinde.

Die örtliche „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen“ gestaltete den Abschluss der zehntägigen Veranstaltungsreihe mit einer Andacht am Abend des Buß- und Bettages. Der neugewählte Vorsitzende der AcK, Pfarrer Ralph Baudisch, befragte dabei eine armenische Flüchtlingsfamilie über ihre Erfahrungen mit der Flucht und ihre Aufnahme in Deutschland. Pfarrer Martin Milius, der für die Koordination der Veranstaltungen im Rahmen der Friedensdekade verantwortlich zeichnete, beschloss den letzten Tag mit einem Segenswunsch für die verletzliche Erde und „Frieden unter den Menschen, die auf ihr wohnen“.   

(Bild: Diakoniepräsident Michael Bammessel predigte am Buß- und Bettag in der Schwabacher Stadtkirche - Foto: Milius)