Kirchengemeinde Hilpoltstein: Café International weiht Kunstprojekt ein

Der neu gestaltete Zaun am evangelischen Gemeindehaus wird am 13. Januar 2019 im Rahmen einer Feier vorgestellt.
Er wurde im Rahmen eines Projektes der evangelischen Kirchengemeinde und des Café Kultur International neu gestaltet. Geflüchtete und Menschenaus Hilpoltstein kamen zusammen, um etwas gemeinsam zu erschaffen.Am 13. Januar 2019 findet um 9:30 Uhr der Gottesdienst unter der Leitung von Verena Fries zum Thema statt. Direkt im Anschluss um 10:30 Uhr lädt das Team des Café Kultur International ins evangelische Gemeindehaus in Hipoltstein ein. Bei Speis und Trank können Fotos zur Entstehung besichtig und mit den Beteiligten auf das neue Kunstwerk angestoßen werden.


Die Idee zur Neugestaltung des Zaunes vor dem Gemeindehaus hatte Marlene Paul schon im Jahr 2017, nachdem im Café Kultur International bereits drei Kunstprojekte erfolgreich verlaufen waren. Dabei entdeckte so mancher sowohl der Geflüchteten als auch der Café-Mitarbeiter und weiterer Gemeindeglieder künstlerische Adern, wenn nicht sogar Talent.
Gemeinsam entwarf das Ehepaar Paul die verschiedenen weichen, runden Formen, die einen Kontrast zu den kantigen Zaunlatten und den geraden Linien des Gemeindehauses bilden sollten. Im Team einigte man sich auf die farbliche Gestaltung, die den Farben des Kirchenjahres folgen sollten.
Ans Werk ging es schließlich in der Hobbywerkstatt von Marcus Willam, wo die Hartfaser-Holzplatten vom syrisch-kurdischen Schreiner Muhammed Malla Ali zunächst aufgezeichnet und anschließend mühsam ausgesägt und geschliffen wurden. Schließlich konnte es im Herbst ans Malen gehen.
An zwei Samstagen im September und Oktober traf sich eine bunte Gruppe aus werk- und malbegeisterten Flüchtlingen und Café-Mitarbeiter, um die Formen mit bunten Mustern zu gestalten und auf beiden Seiten zu bemalen. Anschließend mussten alle Formen noch mehrfach lackiert werden, um sie wetterfest zu machen. Dazu waren nochmals einige Sonderschichten von Muhamed, Marlene und Heinrich Paul nötig.
Bereits Oktober waren fleißige Hände des Kirchenvorstandes mit noch fleißigeren Abenteurern tätig, um den Zaun rund zu erneuern: Latten ersetzen, schleifen, streichen. Schließlich konnten die Formen dann am 10. November montiert werden.
Nun ist es an der Zeit, dies auch im Rahmen einer kleinen Feier der Öffentlichkeit vorzustellen.

(Text: Kathrin Willam, Fotos: Heinrich Paul )