Evangelisch sein - Vier Grundsätze
Vier Grundsätze des evangelischen Glaubens hat Martin Luther geprägt - sie beschreiben, was für den evangelischen Glauben grundlegend ist:
Sola gratia
Gottes Zuwendung zu einem Menschen, seine "Gnade", läßt sich nicht kaufen - das war eine der Grundeinsichten Martin Luthers. Und weil Gottes Gnade allen Menschen in gleicher Weise gilt, wäre sie auch nicht zu bezahlen. Gut, dass Gott sie uns schenken will - ohne Bedingungen zu stellen.
Sola fide (lateinisch: Nur aus Glauben)
Menschen begegnen Gott, weil Gott ihnen begegnen will: unser Glaube ist eine Antwort auf Gottes Entgegenkommen, kein Weg, den wir erlernen, keine Leistung, die wir erbringen und kein Erfolg, der sich messen ließe.
Solus Christus (lateinisch: Nur Christus)
Gott will dem Menschen persönlich begegnen: deshalb ist er Mensch geworden, hat mit den Menschen gelebt und ist wie sie gestorben. Jesus Christus steht für eine lebendige Beziehung Gottes zum Menschen, die keine anderen Vermittler braucht.
Sola scriptura (lateinisch: Nur durch die Schrift)
Es mag viele Geschichten geben, die von Gottes Begegnung mit den Menschen berichten. Die Bilder aber, die uns leiten sollen, finden wir in der persönlichen Auseinandersetzung mit der Bibel und nicht in Worten, die andere uns ans Herz legen.



